Nacht für Nacht und an allen Sonn- und Feiertagen gewährleisten etwa 35 Thüringer Apotheken Ihre Arzneimittelversorgung. Doch die Apotheken-Zahl sinkt. Allein in den letzten 15 Jahren haben wir über 100 Apotheken verloren.
Das gestaltet die Arzneimittelversorgung immer schwieriger. In 26 Thüringer Städten schloss in den letzten Jahren die einzige Apotheke. Das bedeutet für Sie: Weitere Wege zu uns. Vor allem nachts, wenn es besonders dringend ist und eigentlich schnell gehen soll.
Gerade in den Notdienstzeiten versuchen wir die Quadratur des Kreises: Ihre Versorgung sicherstellen und gleichzeitig die Überlastung der Apotheken vermeiden. In einem Modellprojekt erweitern wir die Maximal-Entfernung zur nächsten Notdienstapotheke um wenige Kilometer. Das kann bedeuten, dass Sie für Ihr Arzneimittel etwas länger unterwegs sind. Uns ist wichtig, welche Erfahrungen Sie im Modellzeitraum 2026 machen, um abzuschätzen zu können, ob wir auf dem richtigen Weg sind.
Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit.
In den Apotheken und der Wirtschaft besteht Mangel an Apothekerinnen und Apothekern. Dabei gibt es jährlich doppelt so viele Bewerbungen wie Studienplätze. Deshalb muss das Institut für Pharmazie in Jena von 75 auf 100 Studienplätze wachsen.
Nicht nur Landärztinnen und -ärzte fehlen – in den letzten Jahren haben schon 20 Kleinstädte ihre Apotheke verloren. Die Nacht- und Notfallversorgung dünnt immer stärker aus. Gemeinsam sollen Ideen gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht werden.
Die gesamte ländliche Infrastruktur muss wachsen. Wenn der ÖPNV und die „Datenautobahnen“ funktionieren, wenn Kinderbetreuung & Co. stimmen, leben Menschen gern auf dem Land – und Gesundheitsversorgung wird wirtschaftlich.
Die Kompetenz qualifizierter Pharmazeutinnen und Pharmazeuten aus Drittstaaten wird in Thüringen dringend gebraucht. Der Freistaat kann den Start in pharmazeutische Tätigkeiten erleichtern, indem er Anerkennungsverfahren entbürokratisiert.
Neue gesetzliche Rahmenbedingungen sind nötig: Die Gefahr einer nachträglichen „Null-Retaxation“ (komplette Verweigerung der Kostenübernahme durch die GKV) muss vollständig beseitigt werden. Das in der Arzneimittelpreisverordnung festgelegte „Fixum“ muss ein strukturiertes „Inflations-update“ bekommen.
Das ALBVVG gibt den Apotheken mehr Handlungsfreiheit, um Patientinnen und Patienten schnell und sicher mit Arzneimitteln versorgen zu können. Damit sind gefährliche Therapieverzögerungen, z. B. bei Lieferengpässen, vermeidbar. Die Chance zum Bürokratieabbau und eine wertschätzende Vergütung für den Mehraufwand wurde allerdings vertan.
Die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen hat Leben gerettet. Patientinnen und Patienten, die am ARMIN-Projekt teilgenommen haben, profitierten von einem signifikant reduzierten Sterbe-Risiko. Nun muss ein solches Projekt bundesweit für alle Menschen möglich gemacht werden.
In den Apotheken und der Wirtschaft besteht Mangel an Apothekerinnen und Apothekern. Dabei gibt es jährlich doppelt so viele Bewerbungen wie Studienplätze. Deshalb muss das Institut für Pharmazie in Jena von 75 auf 100 Studienplätze wachsen.
Nicht nur Landärztinnen und -ärzte fehlen – in den letzten Jahren haben schon 20 Kleinstädte ihre Apotheke verloren. Die Nacht- und Notfallversorgung dünnt immer stärker aus. Gemeinsam sollen Ideen gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht werden.
Die gesamte ländliche Infrastruktur muss wachsen. Wenn der ÖPNV und die „Datenautobahnen“ funktionieren, wenn Kinderbetreuung & Co. stimmen, leben Menschen gern auf dem Land – und Gesundheitsversorgung wird wirtschaftlich.
Die Kompetenz qualifizierter Pharmazeutinnen und Pharmazeuten aus Drittstaaten wird in Thüringen dringend gebraucht. Der Freistaat kann den Start in pharmazeutische Tätigkeiten erleichtern, indem er Anerkennungsverfahren entbürokratisiert.
Neue gesetzliche Rahmenbedingungen sind nötig: Die Gefahr einer nachträglichen „Null-Retaxation“ (komplette Verweigerung der Kostenübernahme durch die GKV) muss vollständig beseitigt werden. Das in der Arzneimittelpreisverordnung festgelegte „Fixum“ muss ein strukturiertes „Inflations-update“ bekommen.
Das ALBVVG gibt den Apotheken mehr Handlungsfreiheit, um Patientinnen und Patienten schnell und sicher mit Arzneimitteln versorgen zu können. Damit sind gefährliche Therapieverzögerungen, z. B. bei Lieferengpässen, vermeidbar. Die Chance zum Bürokratieabbau und eine wertschätzende Vergütung für den Mehraufwand wurde allerdings vertan.
Die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen hat Leben gerettet. Patientinnen und Patienten, die am ARMIN-Projekt teilgenommen haben, profitierten von einem signifikant reduzierten Sterbe-Risiko. Nun muss ein solches Projekt bundesweit für alle Menschen möglich gemacht werden.
Die Gründe für Apothekenschließungen sind vielfältig. Oft findet der Inhaber oder die Inhaberin kein Personal oder keine Nachfolge. Hinzu kommt eine Mixtur aus überbordendem Verwaltungsaufwand und wachsender Bürokratie. Sie bewirkt, dass Apothekerinnen und Apotheker immer weniger Zeit für ihre eigentliche Aufgabe aufwenden können, ihre Patientinnen und Patienten. Lieferengpässe und die Sorge, keine Lösung organisieren zu können, rauben die Freude am Beruf.
Neben dem Aufwand steigen vielen Apotheken die Kosten über den Kopf. Ein seit Jahren stagnierendes Honorar, das durch den um fast 15 % gestiegenen „Zwangsrabatt“ an die Krankenkassen praktisch sogar schrumpft, fängt den inflationären Kostendruck nicht mehr ab. Und: Wenn die einzige Arztpraxis im Ort schließt, wird es oft auch für die Apotheke schwer, den Standort zu halten.
* Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Deshalb ist eine stabile Gesundheitsversorgung ein ganz entscheidendes Merkmal für funktionierendes Zusammenleben. Mit weitreichenden Folgen: Wo eine Apotheke ist, herrscht regelmäßiger Publikumsverkehr – gute Argumente für die Ansiedlung von Bäckerei, Café oder Einzelhandel. Verschwindet die Apotheke aus der Nachbarschaft, wird es für Ältere und Kranke, aber auch für junge Familien noch ein bisschen schwerer. Lebensqualität heißt nicht „geht so“, sondern „gut“. Und ohne Apotheke kann es nicht wirklich gut sein.
Jetzt mitwirken und Apotheken schützen!
Thüringens Gesundheitsversorgung arbeitet am Limit. Inzwischen wankt die Versorgung. Immer mehr Orte und Gemeinden in Thüringen verlieren ihre Apotheke und damit einen Teil der Lebensqualität, die sie ausmacht. Ein Zeichen für gutes, gesundes Leben.
Anfang 2026 sind es nur noch 473 von diesen Lebenszeichen, die den Unterschied zwischen „krank“ und „gesund“, zwischen „geht so“ und „gut“ ausmachen. Doch auch die 473 sind nur ein Zwischenwert, denn es wird weitergehen mit den Schließungen, wenn sich nicht bald etwas ändert und die Apotheken vor Ort stabilisiert werden. Nur so können wir unsere Aufgaben, wie zum Beispiel den Notdienst noch erfüllen.
Unterstützen Sie mit Ihrem Statement unseren 7-Punkte-Plan, der die sichere Arzneimittelversorgung durch die noch bestehenden Thüringer Apotheken zum Ziel hat. In der Diskussion um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in unserem Land, ist Ihre Apotheke ein unverzichtbarer Partner an Ihrer Seite.
Danke für Ihre Erfahrungen und Ihre Fragen an uns!